PUERTO MONTT. CHILE
Das Tor zu Patagonien

Puerto Montt ist eine kleine Stadt am Meer, sie ist sozusagen das Tor zu Patagonien. Dienen tut sie allerdings eher logistischen als touristischen Zwecken. Hier fängt die Carretera Austral an, die bis nach Villa O´Higgins führt. Und hier fahren die Fähren gen Süden ab und die Busse nach Argentinien.

Vom Flughafen ist es mit dem Taxi circa eine halbe Stunde in die Stadt (13.000 CLP = 16€). Es gibt auch öffentliche Busse. 

Es gibt in Puerto Montt nicht viel zu sehen, es ist etwas trist und desolat. Die einzige Abwechslung ist ein Spaziergang an der Uferpromenade bis hinunter zum Viertel Avenida Angelmò, wo es ein paar Souvenirläden und simple Restaurants gibt. Es ist nichts Spezielles, aber wenn man ein paar Stunden zur Verfügung hat, dann ist es einen Spaziergang wert.

Das Zentrum dagegen, direkt hinter dem Busterminal, ist wuselig und laut und voll von kleinen Geschäften, Tavernen und Shopping Malls, wo Ihr noch alles Mögliche besorgen könnt, das noch fehlen sollte.

Zum Schlafen habe ich ein Superangebot bei Booking.com gefunden, das Hotel Ibis. Beste Lage über dem Busterminal, mitten im Zentrum und direkt am Wasser. Alle Zimmer haben Sicht aufs Meer und auf die Vulkane (zirka 30€ das Doppelzimmer).

Zum Essen empfehle ich unbedingt das Restaurant Puerto Fritos im Mercado Municipal Ibanez (nur bis um 17 Uhr geöffnet). Nehmt ein Taxi (3.500CLP) zum Markt, der auf einem Hügel über der Stadt thront. Durchquert den gesamten Markt, das Restaurant befindet sich im ersten Stock. Es hat die wohl schönste Sicht der ganzen Stadt auf die Bucht, der Service ist nicht zu toppen und dies alles zu Einheimischen-Preisen. Probiert den Ceviche (roher Fisch) und die Mutigen unter Euch die Fischsuppe. Leckere frische Fruchtsäfte oder ein gutes Glas Weißwein dazu. Zurück in die Stadt kann man auch gut zu Fuß gehen. Nehmt die Hauptstraße links hinunter und dann die erste Straße links. Ein ungeteerter steiler Weg führt durch die Wohnsiedlungen und macht diesen Abstieg zu einer authentischen chilenischen Erfahrung inmitten von winzigen Holzhäusern, kleinen deutschen Vorgärten und viel Südamerika-Kitsch.

Alternative: Das Restaurant Yates, auf Stegen ins Meer gebaut, direkt vor dem großen Einkaufszentrum. Ein elegantes Lokal, perfekt zum Sonnenuntergang. Man isst, sehr romantisch, direkt auf dem Wasser.

Ein bisschen außerhalb, zu Fuß eine halbe Stunde die Uferpromenade entlang, liegt das Restaurant Cotelé: etwas ganz Besonderes. Hier brät der Parrillero das Fleisch direkt im Restaurant vor Eurem Tisch. Er kommt mit einem riesigen Brett, von dem man sich das Stück auswählen kann und geht dann über zum Feuer. Die Fleischqualität ist fantastisch, was man nicht über den hochnäsigen Service sagen kann. Trotzdem gut, denn die Qualität zählt!

Puerto Varas:

Bestimmt eine gute Alternative zu Puerto Montt: einladender, touristischer und deshalb ein besseres Angebot an Kneipen, Restaurants und Hotels. Die kleine Stadt liegt an einer wunderschönen Bucht mit Bademöglichkeiten und einer konstanten Sicht auf die umliegenden schneebedeckten Vulkane.

Nehmt den Bus von Puerto Montt und in 20 Minuten und für 900CLP kommt man hier bequem und schnell an. Täglicher und sehr häufiger Busbetrieb.

 

Logistik:

Von Puerto Montt habe ich den Bus nach Bariloche (siehe Artikel) genommen. In acht Stunden ist man gemütlich in Argentinien. Mit Andesmar oder Via Bariloche zirka 25€.

Außerdem habe ich von hier den Bus auf die Insel Chiloé genommen: Puerto Montt-Castro zirka 5 Stunden. Bei Cruz del Sur zirka 10€, Fähre schon inklusive.

 

Kleiner Tipp zu Santiago de Chile:

Angekommen bin ich in Santiago, hatte allerdings meinen Anschlussflug schon am nächsten Tag geplant und wollte nicht in die Stadt hineinfahren. Das Hotel Manquehue in der Nähe des Flughafens ist eine gute Alternative. Es gibt einen Gratis-Shuttleservice von der Ankunftshalle zum Hotel und in 10 Minuten ist man vor Ort. Das Doppelzimmer kostet um die 60€ (in der Stadt könnte man sicherlich etwas Preiswerteres finden, man muss allerdings lange mit Bussen oder Taxen hineinfahren). Die Betten sind riesig und gemütlich, genau das Richtige nach dem langen Flug!

 

 

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